Die nördlichen Königreiche haben schon bessere Zeiten erlebt. Während das benachbarte Kaiserreich Nilfgaard bereits den Teer in den Kesseln erhitzt und eine neue Armee zur Eroberung des Kontinents mobilisiert, streiten die Königreiche Aedirn, Keadwen, Redanien und Temerien um die Vormachtstellung im strategisch wichtigen Pontartaal. Immer mehr der zu Bürgern zweiter Klasse degradierten Elfen und Zwerge schließen sich der gewaltbereiten Widerstandsgruppe Scoia’tael an. Und als wäre das alles noch nicht genug, macht ein geheimnisvoller Königsmörder Jagd auf die Köpfe blaublütiger Monarchen.
Die Geschichte: Erwachsen erzählt
Die Welt von The Witcher 2: Assassins of Kingshat nicht viel mit gängigen Fantasy-Universen gemein. Politische Machtspiele, Krieg, Rassismus und Gewalt gehören genauso zu The Witcher 2 wie Prostitution, Erotik und Sex. Im Mittelpunkt dieser erwachsenen Geschichte steht der Hexer Geralt von Riva. Der begnadete Schwertschwinger, Monsterjäger und Weiberheld steckt zu Beginn der Handlung in einem modrigen Kerker. Wie er dorthin geraten ist, erzählt der fantastisch inszenierte Prolog des Rollenspiels, in dem Geralt seinen alten Kumpel und Gönner König Foltest bei der Belagerung der Burg La Vallette unterstützt.
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Am Ende des Tages ist der Schlachtenlärm verhallt, die Festung eingenommen. Doch bevor Foltest seinen Triumpf feiern kann, schlägt der mysteriöse Attentäter zu und Geralt wird als vermeintlicher Königsmörder in den Kerker geworfen. Dem Hexer wird zur Flucht verholfen und so macht er sich auf den beschwerlichen Weg den wahren Königsmörder aufzuspüren um seine Unschuld zu beweisen.
Im ersten Kapitel besucht Geralt das kleine Städtchen Flotsam und schon bald wird ihm und seinen Freunden klar, dass sich hinter dem Anschlag auf den König weit mehr verbirgt als Hass gegen die Obrigkeit. Schnell findet sich die charmante Helden-Truppe in einem wirren Geflecht aus Verschwörungen und politischen Intrigen wieder.
Die Geschichte von The Witcher 2: Assassins of Kings ist auf drei Story-Akte aufgeteilt die summa summarum rund 40 Stunden spannende Unterhaltung bieten – überraschende Wendungen inbegriffen. Besondere Stärke des Rollenspiels sind die ausgezeichneten Dialoge. Freunde wie Feinde haben glaubwürdige Motive für ihr Handeln, die Gespräche beschränken sich nicht auf reine Informationsbeschaffung, sondern drehen sich auch um ganz persönliche Dinge.
So erzählt uns unser Freund Zoltan bei einem Bier in der Taverne von seiner geplatzten Hochzeit, bevor wir die politisch verzwickte Situation des Königreichs diskutieren. Diese Momente geben den Charakteren etwas Menschliches (beziehungsweise Zwergisches oder Elfisches). Sei es die charismatische Heerführerin Saskia, die in einer ergreifenden Ansprache auf die kommende Schlacht einstimmt, oder ein betrunkener Taugenichts, der uns vor der Kneipe anpöbelt und als Missgeburt beschimpft. Selten hatten wir in einem Spiel mit derart lebendigen Charakteren zu tun.
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