»Hier geht’s ums Ballern und Zerkleinern«, erklärt uns Andy Wilson, der Game Director des Xbox 360- und PlayStation 3-Titels Bodycount, voller Euphorie im Interview. Mächtige Knarren, zerstörbare Umgebungen, ein ausgefeiltes Deckungssystem und das kreative Erledigen von Gegnern sollen Bodycount von der Shooter-Konkurrenz abheben. Vor allem soll das »Arcade-Spiel« laut Wilson aber eines: Spaß machen. Bei der Anspiel-Session in einem dunklen Kämmerlein des IDG-Gebäudes haben wir geprüft, ob die Entwickler der Guildfort Studios dieses Versprechen wirklich einhalten.
Hit the Target
Nach dem kurzen Interview drückt uns Wilson den Controller in die Hand, und wir starten das Spiel. Seine Begeisterung hat uns gepackt, wir sind gespannt auf neue Spielszenen des Fun-Shooters. Doch auf unsere Neugier folgt schnell Verwirrung: Wird Bodycount etwa ein futuristisches Space-Geballer wie Halo? Wilson klärt uns auf: »Das ist ein Stützpunkt von Target«. Wir befinden uns im zweiten Akt des Spiels, im Hauptquartier der mysteriösen Organisation Ziel (»Target«), die unserem Helden an den Kragen will. Die Umgebung ist steril, Grautöne beherrschen das Bild, nur die rote Schrift der zahllosen Computerterminals bildet einen Kontrast. Nicht einmal die Gegner heben sich deutlich von den matten Umgebungstexturen ab. Umso schwerer ist es für uns, die Target-Truppen zu treffen. In den dunklen Räumen verrät nur das Mündungsfeuer der gegnerischen Knarren die Position der Schützen -- und wir halten blind drauf.
Shredd it
Pausenlos jagen wir Salve um Salve in die Dunkelheit. Mal treffen unsere Kugeln den Gegner, mal durchlöchern sie die sporadische Innenausstattung. Mit weitreichenden Folgen, denn zwei Kernelemente von Bodycount sind die zerstörbare Umgebung und das Deckungssystem. Ähnlich wie in Gears of War verschanzt ihr euch hinter Kisten, lugt vorsichtig um Häuserecken und schießt aus der Hocke über Mauern hinweg. Der Unterschied liegt darin, dass nahezu die gesamte Welt zerstörbar ist. Mit wildem Geballer raubt ihr euren Gegnern (und euch selbst) die Möglichkeit, Schutz vor herumfliegenden Geschossen zu finden. Ein Feind verschanzt sich in einer Holzbaracke? Kein Problem: Wir werfen eine Granate in seine Richtung und reißen kurzerhand das ganze Haus ein. Im Gegenzug durchsiebt ein feindlicher Scharfschütze die Mauer, hinter der wir uns verstecken. An solche Situationen haben die Entwickler das Deckungssystem angepasst: Mit der linken Schultertaste knien wir uns hin und nehmen den Angreifer mit dem rechten Stick gezielt aufs Korn -- gern auch durch die entstandenen Einschusslöcher. Die Steuerung ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, klappt nach ein paar Minuten aber ganz gut.
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