Mein Highlight des Jahres: Indie-Spiele

Trotz Mass Effect 3, Xcom, Borderlands 2 oder Diablo 3 (um meine Blockbuster-Favoriten des Jahres zumindest mal aufzuzählen): Die einprägsamsten Spielemomente haben mir 2012 die Indie Games beschert. Den größten Schreck bescherte mir Legend of Grimrock, das tiefste Stirnrunzeln Dear Esther, den fiesesten Ohrwurm Giana Sisters: Twisted Dreams. Am meisten gelacht habe ich in Botanicula, am häufigsten geflucht in FTL – Faster than Light, am lautesten gejubelt in Torchlight 2, und am ergriffensten war ich in The Walking Dead. Indie Games loten die Grenzen des Mediums Computerspiels nicht nur aus, sondern überschreiten sie ganz bewusst und haben damit die Kreativität zurück in mein Lieblingshobby gebracht. Und mir damit eines der bislang schönsten Spielejahre beschert. Danke dafür!
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Meine Enttäuschung des Jahres: Social Games
Eines dieser schmutzigen Geheimnisse, die man nur ungern zugibt: 2011 habe ich mir durchaus gern und regelmäßig die Zeit mit Facebook-Spielen vertrieben. Meine Favoriten hießen Zuma Blitz, Empires & Allies und CityVille. Aber 2012 haben sich die Entwickler von Social Games zielsicher in eine kreative Sackgasse manövriert. Während auf jeder anderen Plattform die Spiele im Laufe der Zeit immer anspruchsvoller, kreativer und variantenreicher werden, werden sie auf Facebook nur eines: nerviger. Ich will weder meine Pinnwand mit Spielmeldungen zupflastern, noch meine Freunde mit Anfragen nerven, nur um ein Gebäude platzieren zu dürfen.
Statt sich zu überlegen, wie man die Spieler begeistern kann, scheinen die meisten Entwickler auf Facebook nur darüber nachzudenken, wie man die Spieler am effektivsten abzocken kann. Für gute neue Inhalte zahle ich gern Geld, aber ganz sicher nicht für Gegenstände oder Zeitersparnisse. Da spiele ich nicht mehr mit!
Mein Wunsch für 2013: Erfüllte Erwartungen
Ich wünsche mir, dass all die über Kickstarter finanzierten Spieleprojekte wie Star Citizen, Project Eternityoder das Double Fine Adventuredie in sie gesteckten Erwartungen erfüllen können. Denn die Fans haben nicht nur Geld gespendet, sondern auch ihr Vertrauen. Und jetzt ist es an den Entwicklern, dieses Vertrauen mit guten Spielen zurückzuzahlen. Giana Sisters: Twisted Dreams und FTL – Faster than Light waren schon mal ein guter Anfang. Kickstarter hat das Potenzial, die Spielewelt zu verändern. Weil es die Entwickler unabhängig macht von marktforschungsgetriebenen Vorgaben der Publisher. Weil nur noch wir Spieler darüber entscheiden, was eine gute Idee ist und was nicht. 2013 wird sich zeigen, ob dieses Potenzial genutzt werden kann. Ich hoffe es!
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