Yves Guillemot, Chef des größen Spiele-Publishers Ubisoft, sagte in einem Interview gegenüber gamesindustry.biz, dass man bereits in Planungen für die Nachfolger von Wii, PlayStation 3 und Xbox 360 stecke.
»Wir haben gesehen, dass es in dieser Branche immer noch viele Möglichkeiten gibt und wir für die nächste Generation an Konsolen vorbereitet sein müssen. Ich weiß, dass jedes Mal, wenn ich das sage, jeder meint, dass wir noch nicht wissen, wann sie kommen werden. Wir haben aber gesehen, dass wenn man zum Start dieser neuen Konsolen nicht genug Entwickler hat, kann man sich nicht die Zeit nehmen oder hat genug Energie die Kapazitäten dieser Konsolen auch zu nutzen.
Also ist es das Ziel zu versuchen, ein gutes Team zu haben, das in der Lage ist, das ganze Potential dieser neuen Konsolen zu verwenden.«
Diese Aussage kommt zu einem etwas ungewöhnlichen Zeitpunkt, da beispielsweise Sony gerade erst auf der gamescom in Köln ein neues dünneres Modell der PlayStation 3 vorgestellt hat. Auch Microsoft betont immer wieder, dass Project Natal auf der Xbox 360 laufen wird. Von konkreten Planungen für Nachfolge-Konsolen war nirgends die Rede. Es wird immer wieder beteuert, dass die Möglichkeiten der aktuellen Modelle noch lange nicht ausgereizt seien.
Auf die Frage, ob es nicht zum momentanen Zeitpunkt etwas risikoreich sein, bereits Entwicklerkapizitäten in eine Konsolengeneration zu stecken, saget Guillemot: «Sicherlich ist es ein Risiko. Was ich aber die ganze Zeit in dieser Branche festgestellt habe ist, dass man ohne Risiko weniger Erfolg hat. Man muss Risiken eingehen, wenn man die Chance auf Erfolg waren will.»
Interessant ist in diesen Zusammenhang die Aussage von Michael Pachter (Wedbush Morgan Securities). Er vertritt die Meinung, dass die momentan aktuellen Konsolen die letzten sein werden. Gegenüber 1up.com sagte er: «Ich denke, wir haben die letzte Generation von Konsolen gesehen.» Er begründet dies mit den Kosten. Die Entwicklung und Pflege sei einfach zu teuer und auch für die Publisher ist es aufwendig für mehrere Plattformen gleichzeitig zu entwickeln. Deshalb läge die Zukunft in einer Standard-Plattform, wie z.B. Streaming von Spielen in Internetbrowsern.
Wer letztlich Recht behalten wird, wissen zum aktuellen Zeitpunkt nur Sony, Microsoft und Nintendo.
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