Die The Legend of Zelda-Reihe hat mittlerweile etliche Klassiker in die Welt gesetzt, die von ihrer japanischen Heimat aus die Gaming-Welt erobert haben. Beim Übersetzen der Spiele-Titel ins Englische haben sich ein paar Änderungen eingeschlichen, die teilweise die Namen des jeweiligen Ablegers ziemlich stark verändern.
Wir sind beim Vergleich mehrerer Titel vor allem über Link’s Awakening gestolpert, weil das Original den Story-Twist am Ende des Spiels viel deutlicher vorwegnimmt als die englische Variante, die wir alle kennen. Es gibt aber auch noch ein paar andere Beispiele.
Japanische Zelda-Fans kannten den Twist schon vor dem Start
Bleiben wir erst einmal bei Link’s Awakening, was auf Deutsch mit “Links Erwachen” übersetzt werden kann. Auf Japanisch lautet der Originaltitel Yume o Miru Shima. Das lässt sich grob mit „Trauminsel“ oder ganz direkt etwa mit „Im Traum sichtbare Insel“ übersetzen.
Damit hat das Entwicklerteam im Grunde die komplette Enthüllung am Ende der Story des Adventures bereits vorweggenommen, noch bevor Fans das Spiel überhaupt gestartet haben.
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The Legend of Zelda: Link's Awakening - Switch Remake Trailer im Vergleich zum Original
Am Ende des Abenteuers stellt sich nämlich heraus, dass die Insel Cocolint und damit die gesamte Spielwelt ein Traum des Windfisches war, den Link im Laufe der Handlung von Albträumen befreit. Mit dem Erwachen des Windfisches verschwindet auch die Trauminsel und Link erwacht wieder in der realen Welt.
Zwar spielt auch der englische Titel mit den Themen Schlaf und Aufwachen, allerdings ist Link’s Awakening trotzdem mehrdeutig zu verstehen. Immerhin könnte damit auch das Aufflammen seiner Heldenhaftigkeit oder das Stranden auf dem unbekannten Eiland zu Beginn gemeint sein. Erst am Ende zeigt die uns bekannte Variante, auf welches Erwachen hier tatsächlich angespielt wird.
Noch mehr unterschiedliche Zelda-Titel
A Link to the Past und A Link Between Worlds sind ebenfalls spannende Beispiele. Während die beiden englischen Titel wirken, wie zwei für sich stehende Ableger, macht das japanische Original deutlich, dass es sich um direkte Fortsetzungen handelt.
Im Original heißen die beiden Spiele nämlich „Kamigami no Toraifôsu“ und „Kamigami no Toraifôsu 2“, übersetzt also "Triforce der Götter" 1 und 2. Die 2 zur Signalisierung einer klassischen Fortsetzung fällt für die englische Variante komplett raus.
Wind Waker schauen wir uns auch noch kurz an. Während der englische Titel „Erwecker des Windes“ bedeutet, heißt das Spiel im Original „Kaze no Takuto“. Takuto ist dabei ein Anglizismus für Takt oder Taktstock. Auf Deutsch bedeutet der japanische Name also etwa „Takt/Taktstock des Windes“. Sehr passend, immerhin verwendet Link im Spiel eben genau diesen Taktstock als Item.
Okay, okay, eins noch: Das aktuelle Echoes of Wisdom weist ebenfalls einen interessanten Unterschied auf. Während es bei uns „Echos der Weisheit“ genannt wird, heißt der japanische Originaltitel Chie no Karimono eher „Geliehene/geborgte Weisheit“.
Bei den beiden aktuellen Hauptspielen Breath of the Wild und Tears of the Kingdom gibt es übrigens gar keine Unterschiede. Hier hat sich Nintendo dazu entschieden, die englischen Titel direkt zu übernehmen.
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