Was erwarten sich die Spiele-Publisher von der Branche in Zeiten des Umbruchs und welchen Weg werden sie strategisch einschlagen? Eine zur Konferenz Game Connection in San Francisco veröffentlichte Umfrage mit dem Titel »Game Connection Publisher Survey 2013« gibt Aufschluss. Über 140 Publisher wurden dafür befragt, darunter Microsoft, Sony, Nintendo und Zynga.
Bei den für Publisher interessanten Plattformen führen die NextGen-Systeme PlayStation 4 und Xbox (720). 22 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Titel auf den NextGen-Konsolen veröffentlichen zu wollen. Das Interesse ist damit doppelt so hoch als für die Wii U (11 %). Für die PlayStation 3 und die Xbox 360 wollen nur noch 6 % der Publisher produzieren, für deren Bewegungssteuerungs-Systeme Kinect und Move nur noch 3 %. Das Schlusslicht bildet die Wii. Lediglich 2 % der Publisher planen noch Titel für die alte Nintendo-Konsole.
Bei den Handhelds liegt die PS Vita überraschend trotz der schleppenden Absatzzahlen vorn. 9 % der Publisher planen Releases für Sonys tragbare PlayStation. 5 % der Publisher wollen für den Nintendo 3DS entwickeln, für PSP und DS nur noch 2 %. Über die Hälfte der Unternehmen haben vor, Spiele für iOS oder Android zu entwickeln.
Bei den Vertriebsmodellen setzt die Mehrheit der Publisher auf digitale Downloads (72%), Ladenversionen mit Packung sind von 62 % der Hersteller geplant.
25 %, also ein Viertel der befragten Unternehmen, setzen bei Bezahlmodellen ausschließlich auf Free2Play, für 40 % ist F2P eine Option, die sie »oft« einsetzen wollen. 60 % der Publisher, vor allem aus dem Mobile-Bereich, nennen Free2Play als ihr »relevantestes Geschäftsmodell«.
55 % der Publisher halten Abo-Modelle wie sie noch in World of Warcraft (ab Level 20), Rift und Eve Online einsetzen für nicht mehr interessant.
Der Mehrheit, nämlich 7 von 10 Publishern sind Geschäftsmodelle am liebsten, bei denen das jeweilige Entwicklerstudio die Kosten - zumindest teilweise trägt. Das heißt, bevorzugt sollen die Studios ihre Projekte komplett alleine finanzieren. Die Publisher fungieren dann nur noch als Vertrieb. Aber auch Modelle, in denen sich Publisher und Entwickler die Herstellungskosten und den erreichen Umsatz teilen, sind für die Publisher interessant.
via MCV
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