Monster Hunter Wilds: Achtung, wenn ihr mit mehr als 30 FPS spielt, machen eure Waffen vielleicht weniger Schaden

In MH Wilds gibt es eine kuriose Mechanik, die dafür sorgt, dass bestimmte Waffen bei mehr als 30 Frames pro Sekunde Schaden einbüßen.

Hohe Framerate kann euch in Monster Hunter Wilds in den Allerwertesten beißen. Hohe Framerate kann euch in Monster Hunter Wilds in den Allerwertesten beißen.

Monster Hunter Wilds ist zwar ein riesiger Erfolg, trotzdem leidet das Spiel unter ein paar technischen Problemen. Dazu gehört auch die Framerate, die besonders bei PCs ohne High-End-Setup schon mal in die Knie gezwungen wird. Anscheinend kann das aber sogar zu eurem Vorteil sein, bestimmte Waffen verursachen dann nämlich mehr Schaden.

Schadens-Ticks hängen in Monster Hunter Wilds wohl an den fps

Entdeckt wurde dieser kuriose Bug von YouTuber Anta, der in einem Video die Schadenszahlen bestimmter Waffen bei unterschiedlichen fps-Einstellungen zeigt. Konkret geht es dabei um Angriffe, die mit einem einzigen Schlag/Schuss mehrmals Schaden auslösen (sogenannte Damage Ticks). Betroffen sind dabei unter anderem Perforations-Munition für das Bogengewehr oder der Fokusangriff des Großschwerts.

Wie der YouTuber im Video am Beispiel des schweren Bogengewehrs zeigt, trifft ein einzelner Schuss bei 30 fps insgesamt viermal. Steigert er die Framerate stattdessen auf 60 fps, trifft der gleiche Schuss dagegen nur noch dreimal. Mit aufgehobener Frameraten-Begrenzung sinkt es sogar auf zwei Treffer – effektiv sinken also auch eure DPS damit teilweise stark.

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Auch wir haben das an der PS5 einmal ausprobiert und können den Effekt bestätigen. Der Fokusschlag des Großschwertes hat bei 60 fps verlässlich 14 Mal getroffen, bei 30 fps dagegen sogar 16 Mal.

Warum tritt dieser Bug auf? Anta hat zumindest eine Theorie, die diese merkwürdigen Schadenszahlen erklären könnte. Demnach könnte der Grund dafür sein, dass die Treffer bei 30 fps vom Spiel auf ein kleineres Areal zusammengestaucht werden, während sie bei höheren Frameraten über ein größeres Areal verteilt sind.

Greift man also ein kleines Areal wie den Kopf oder Schwanz eines Monsters an, gehen bei höherer Framerte schlicht mehr Treffer daneben. Attackiert ihr stattdessen die Körpermitte, sollte das zumindest einen Teil dieses Bugs mitigieren.

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Der YouTuber bietet zumindest für die PC-Version des Spiels auch einen Fix für den Bug an, den wir allerdings nur bedingt empfehlen können. Anta empfiehlt nämlich, in den Einstellungen Frame-Generation einzuschalten, die Framerate aber gleichzeitig auf 30 fps zu beschränken.

Damit läuft das Spiel dann tatsächlich mit 30 fps, Frame-Generation "generiert" dazwischen aber jeweils neue Frames, sodass die Darstellung in 60 fps läuft. Das führt allerdings auch dazu, dass ihr mit einer merklichen Lantenz bei der Bildausgabe klarkommen müsst – für einen Action-Titel wie Monster Hunter Wilds alles andere als ideal.

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Framerate in einem Monster Hunter-Spiel einen direkten Einfluss auf das Gameplay hat. Schon Monster Hunter Rise war berühmt dafür, mit höherer Framerate schwerer zu sein, weil Monster euch besser treffen.

Das liegt daran, dass sie im Spiel auf die Position zielen, die euer Charakter vor einer bestimmten Anzahl an Frames hatte – je höher eure fps, desto mehr konnten die Monster also mit "Lock-on" zielen.

Würdet ihr die Framerate freiwillig senken, um mehr Schaden anzurichten?

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