Eine Prise Wahnsinn
»Ein bisschen Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein.« Das hat sich Rockstar mit GTA 4 wohl nicht gedacht. Der letzte Serienteil ist deutlich realistischer und grimmiger als die teils comichaften Vorgänger. Wir finden: Der Schritt ist gut und richtig, dennoch vermissen wir die teils albernen, überdrehten oder einfach nur bitterbösen Nonsense-Missionen aus früheren GTAs.
Mit einem hämischen Grinsen erinnern wir uns zum Beispiel an (Spoileralarm!): Die wilde Krankenwagenfahrt aus GTA Vice City, bei der wir total benebelt vom so genannten TNT-Whiskey durch die Straßen geschlingert sind. Oder den Angriff auf die geheime Militärbasis aus San Andreas, als wir Area 69 in bester James Bond-Manier gestürmt haben und dann mit dem genialen Jetpack davon gesaust sind. Oder die verstörende Mission »Hot Dogs sind Menschen« aus GTA 2, bei der wir einen Bus kidnappen und die armen Insassen an eine Fast Food-Fabrik liefern. Die richtig abgefahrenen Missionen gab’s im letzten GTA erst mit der Erweiterung The Ballad of Gay Tony. In GTA 5 wollen wir für die Extraportion Wahnsinn aber nicht wieder bis zum Addon warten.
Mein Auto, meine Frisur, meine Plautze
In GTA 5 wollen wir gerne wieder am Aussehen unseres Antihelden rumspielen. Damit meinen wir nicht eine vollkommen freie Charaktererstellung, denn so würde wohl die Atmosphäre der Story zerstört. Wir denken eher an die lustigen Möglichkeiten, die San Andreas bietet. Wir können CJ einen frechen Haarschnitt verpassen, ihn mit schicken Tattoos verschönern oder sein Gewicht verändern. Ein paar Hamburger bei Burger Shot und schon haben wir einen pummeligen Gangster. Ein bisschen Zeit im Fitnessstudio verbracht, und CJ sieht aus wie Arnold Schwarzenegger zu »Conan der Barbar«-Zeiten.
Das könnte man bei den Fahrzeugen fortführen. In San Andreas verpassen wir unseren Lieblingskarren einen schicken Heckspoiler, elegante Felgen oder bauen einen praktischen Nitroboost ein. So würden wir unsere Knete gern als Nobelgangster beim Fenster rauswerfen: Zuerst bauen wir uns einen sündteuren Schlitten, dann schrotten wir das Teil in einer explosiven Verfolgungsjagd.
Gebt uns einen Panzer
Wer kennt das nicht? Die Polizei klebt einem an der Backe, die Mission geht im letzten Moment schief oder man hat zu wenig Kleingeld um den ersehnten Raketenwerfer zu kaufen. Was macht der geneigte GTA-Zocker in diesem Fall zum Frustabbau? Genau: Er schnappt sich einen mächtigen Panzer und lässt für ein paar Minuten so richtig die Sau raus. Tja, außer in GTA 4.
In The Ballad of Gay Tony gab’s zwar den fetten APC mit praktischem Geschützturm, doch fehlt uns im Hauptspiel ein richtiger Panzer für explosive Spritztouren. Liebe Entwickler: Versteckt im virtuellen Los Santos von GTA 5 wieder einen feinen Rhino oder spendiert zumindest einen entsprechenden Cheat, dann macht unser Fan-Herz garantiert einen Freudensprung.
Was meint ihr dazu? Was fehlt in der Liste? Was würdet ihr getrost streichen? Was haben vergangene Serienteile besser gemacht als GTA 4? Fragen über Fragen. Wir freuen uns auf eure Kommentare.
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