Mit dem Erweiterungspack Highschool-Jahre führt Die Sims 4 das neue Merkmal "sozial unbeholfen" ein. Sims mit diesem Merkmal verspüren bei sozialen Interaktionen Ängste, erhalten aber auch besondere Belohnungen für die Interaktion. In einem internen Interview beleuchtet Publisher EA den Ansatz näher, spricht über die Motivation für das Einbauen des Features, die Vorteile und die Herausforderungen.
EA über sozial unbeholfene Sims
Darum geht es: EA erklärt in der Einleitung des Interviews, man wolle sich für Neurodiversität einsetzen und mit dem Feature zeigen, dass Unbeholfenheit im sozialen Rahmen absolut okay ist. EA-Praktikantin Anna Machata geht im Interview auf die Herausforderungen und Vorteile ein, die das neue Feature bringt.
So sehen die Belohnungen aus: Machata erklärt, dass sich mit dem Merkmal das Risiko erhöhe, dass soziale Interaktionen fehlschlagen. Der Sim erhalte aber gleichzeitig mehr positive Gefühle bei der Reaktion auf ein einzigartiges soziales Ereignis. Zudem sei der Sim in der Lage, Selbstbewusstsein und tiefere sowie dauerhaftere Beziehungen aufzubauen.
Repräsentation und Authentizität: Die Praktikantin sieht in dem neuen Feature einen Weg, für mehr Repräsentation zu sorgen. Zudem habe die Pandemie dazu geführt, dass gerade bei Teenagern verstärkt Ängste entstehen. Ein Grund mehr, sie im Spiel abzubilden. Machata äußert sich ganz persönlich zu diesem Thema:
Als neurodiverse Person glaube ich, dass auch Sims authentisch leben sollten. Einen Sim wie diesen zu erstellen, war ein weiterer Schritt zu einer inklusiveren und realistischeren Spielumgebung. [...] Ich habe viele meiner eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen von anderen einfließen lassen und mit internen Gruppen für mentale Gesundheit innerhalb des Unternehmens Forschung betrieben.
Hier könnt ihr euch einen Trailer zu der neuen Highschool-Erweiterung ansehen:
Fokus auf die positiven Seiten: Wichtig seien ihr, so Machata, vor allem das Implementieren von positiven Eigenschaften und Belohnungen sowie der Abbau von Stigmata. Besonders gefalle ihr daher das Merkmal "Wie Topf und Deckel", wenn zwei sozial unbeholfene Sims Freund*innen fürs Leben werden. Sie erhofft sich nicht nur, dass sich Spielende künftig besser mit den Sims identifizieren können, sondern dass das neue Feature auch darüber hinaus zu Gesprächen und einem besseren Verständnis anreget.
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Die Neuerungen stellten eine Herausforderung dar: Machata räumt ein, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, reale Ängste abzubilden, da diese in der Wirklichkeit durch Trigger ausgelöst werden, die sich in der Spielumgebung oft schlecht darstellen lassen. Außerdem sei es schwierig gewesen, Angst als nachvollziehbare Emotion darzustellen.
Die Erweiterung "Highschool-Jahre" ist am 28. Juli für PS4, Xbox One und PC erschienen.
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