Falls ihr euch fragen solltet, warum ihr mit eurem Barbaren in Diablo 4 nicht mal einen Kratzer an Gegnern hinterlasst, während die Barbarin neben euch nur einmal wirbelt und dabei im Alleingang ein gesamtes Event wegräumt, dann kann das viele Ursachen haben.
Aber alle fallen zurück auf das Prinzip der Damage Buckets, wie es von der Diablo-Community getauft wurde. Habt ihr dieses verstanden, dann könnt ihr euren Schaden in ganz neue Sphären treiben.
So funktionieren Damage Buckets
In Diablo 4 gibt es zwei Arten, wie sich euer Schaden berechnet: Additiv und Multiplikativ. Um richtig gut Schaden zu machen, benötigt ihr möglichst viele Quellen mit multiplikativen Schaden, hier Buckets genannt.
Achtet ihr dagegen nur auf additiven Schaden, dann fällt euer Schaden sehr viel geringer aus.
Bleiben wir bei dem Beispiel mit den Barbar*innen. Eine Quelle von additivem Schaden wäre hier Stärke. Klar profitiert ihr von jedem Punkt, aber jeder zusätzliche gibt euch nur eine feste Erhöhung des Schadens.
Verursacht ihr einen kritischen Treffer, dann gibt euch das normalerweise einen Bonus von 50% mehr Schaden. Jede zusätzliche Chance auf kritische Treffer erhöht die Häufigkeit der Treffer um einen festen Wert. Dieser Wert ist damit auch additiv.
Gemeinsam ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Jeder Punkt Stärke ist durch einen kritischen Treffer generell mehr wert, als ohne einen kritischen Treffer. Die beiden Werte verstärken sich also gegenseitig multiplikativ.
Dieses Spiel lässt sich weiter treiben, wenn ihr Bonusschaden gegen blutende Gegner habt und einen kritischen Treffer erzielt. Ist der Feind dann sogar noch verwundbar, gibt es nochmal 20% Schaden auf alles dazu.
Was zählt als Damage Bucket?
Für jede Klasse gibt es andere Buckets, aber manche haben sie auch gemein:
- Hauptattribute (Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz, Willenskraft)
- [X]% Schaden
- Angriffsgeschwindigkeit
- Kritische Treffer
- Additiver Schaden (Schaden gegen, Schaden durch, Schaden mit)
- Verwundbar
Für eine genaue Übersicht, hat die Community ein Google-Dokument angefertigt, das euch einen Überblick über alle Buckets für eure Klasse gibt.
Aber ihr könnt auch direkt bei Items sehen, ob sie additiv oder multiplikativ wirken. Steht neben einem Wert ein Plus, dann ist der Wert additiv. Ist er multiplikativ, dann findet ihr dort ein X.
Geht im Optionsmenü auf den Reiter Gameplay und aktiviert die erweiterten Tooltip-Vergleiche und Informationen. Wir genau das funktioniert, erfahrt ihr hier:
Gute Builds sind von Damage Buckets abhängig
Mit den Damage Buckets kommt ihr erst wirklich im Endgame in Berührung. Vorher spielt es kaum eine Rolle, wie ihr eure Build spielt. Aber spätestens mit Weltenstufe 3 müsst ihr euch Gedanken machen. Denn die Damage Buckets sind genau der Grund, warum manche Builds besser funktionieren, als andere.
Ein gutes Beispiel sind Totenbeschwörer*innen, die im Endgame nur wenige Builds haben, die gut funktionieren und ihre Skelette zum Beispiel keine Rolle mehr spielen. Diese profitieren kaum von Damage Buckets, während der Knochenspeer von gleich mehreren gestärkt wird.
Findet ihr die Idee hinter den Damage Buckets gut oder das ganze Problem eher für den Eimer ...?
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