Baldur's Gate 3 ist ein RPG, das Vielfalt und Freiheit in allen Belangen großschreibt. Wir können im Spiel beispielsweise gleichgeschlechtliche oder polyamouröse Beziehungen eingehen oder treffen auch auf queere NPC-Paare. Jennifer English, die Schattenherz verkörpert, hat sich in einem Interview zu ihrer Rolle und dem Thema Repräsentation in Videospielen geäußert.
Shadowheart-Actor über ihre Rolle in Baldur's Gate 3
Jennifer English hat dem Gayming Mag ein Interview gegeben. Die Schauspielerin nutzt selbst unter anderem das Labels "queer" für sich. Bei Baldur's Gate 3 vermischt sich bei ihr privates und berufliches Leben: Ihre Freundin Aliona Aranova ist Mocap Performance Director für das Spiel und das Paar streamt gemeinsam das RPG.
Über Schattenherz verrät English:
Ich denke, sie ist der erste queere Charakter, den ich jemals gespielt habe.
Hierbei gibt es aufgrund der Rollenspielkomponete ein "Aber"; wie die Schauspielerin einräumt, ist Schattenherz "nicht kanonmäßig queer, sondern 'spielersexuell', wie [die Charaktere] alle sind." Bei den Romanzen haben die Begleiter*innen in Baldur's Gate 3 keine vorgegebenen Vorlieben.
Für die Schauspielerin ist es aber aus einem ganz bestimmten Grund extrem wichtig, einen Charakter zu verkörpern, der queer gespielt, beziehungsweise gelesen werden kann:
Ich denke, es wäre schön, mehr echte Repräsentation zu sehen. Das liegt mir sehr am Herzen.
Damit meint English, dass es ihre Überzeugung ist, dass LGBTQIA+ Charaktere in Videospielen im Idealfall auch von Schauspieler*innen aus den entsprechenden Communitys verkörpert werden sollten.
Mehr zu Baldur's Gate 3? Hier findet ihr ein neues Talk-Video:
1:45:23
Mittelfinger an die AAA-Industrie: Baldur's Gate 3 war kein Zufall
Die Schauspielerin erklärt:
Ich denke, das ist hauptsächlich, weil, falls du queer bist und du schaust nach, wer einen queeren Charakter gesprochen hat und du findest heraus, dass es ein queerer Voice Actor ist; das bedeutet so viel mehr.
Im Umkehrschluss heißt das allerdings nicht, dass sie selbst keine heterosexuellen Rollen mehr spielen wolle. Sie führt dazu aus, dass es darum gehe, Menschen, die weniger sichtbar sind, einen extra Push zu geben. Aussagen, dass nicht die richtige Person gefunden werden könnte, hält sie für eine Ausrede. English erklärt: "Es gibt so viele brillante Schauspieler aus allen Gesellschaftsschichten. Man kann sie finden."
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