Über die offizielle Xbox-Website hat Microsoft neue Informationen zu Nutzungsrechten, Gebrauchtspielen und Kinect-Pflicht der Xbox One veröffentlicht. Zwar klärt das Unternehmen damit viele offene Fragen, stellt DRM-Kritiker aber keineswegs zufrieden.
Beim Thema »Onlinezwang« gibt es konkrete Zahlen: Die eigene Xbox One muss alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden werden um weiter Spiele spielen zu können. Loggt man sich mit dem eigenen Gamertag an der Konsole eines Freundes ein, muss die Xbox One aber sogar stündlich ins Netz.
Zwar stehen neben dem Digitalvertrieb über Xbox LIVE nach wie vor Xbox One-Spiele im Händlerregal, letztlich nutzt man die enthaltenen Datenträger aber nur zur Installation und Verknüpfung des Spiels mit seinem Gamertag.
Einfaches Ausleihen eines Spiels an einen Freund geht auch weiterhin - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn anders als bei Xbox-360-Spielen ist es bei Xbox-One-Titeln nur möglich, ein Spiel an genau einen Freund auszuleihen. Besagter Kumpel muss zudem seit mindestens 30 Tagen auf der Freundesliste des Spielbesitzers stehen. Zudem warnt Microsoft, dass das Ausleihen von Spielen voraussichtlich noch nicht zum Verkaufsstart der Xbox One möglich sein wird.
Immerhin: Ans eigene Gamertag geknüpfte Spiele kann man von jeder anderen Xbox-One-Konsole aus herunterladen und spielen. Diese Titel stehen zudem bis zu zehn Familienmitgliedern zur Verfügung.
Die in der Vergangenheit befürchteten »Gebrauchtspielsperren« gibt es in der Xbox One - Microsoft betont aber, dass die Entscheidung ob diese aktiv sind beim Publisher des jeweiligen Spiels liegt. So liegt es beispielsweise im Ermessen von Electronic Arts, ob man sein FIFA 14 gebraucht weiterverkaufen kann. So oder so kann der Gebrauchtverkauf nur bei teilnehmenden Händlern erfolgen, die direkte Weitergabe im privaten Umfeld fällt also flach.
Auch zur 3D-Kamera Kinect und der damit verbundenen Datenschutzfrage gibt es neue Informationen. So soll jeder Benutzer einstellen können, welche Daten Kinect sammelt und wie diese benutzt werden dürfen.
Zudem darf man Kinect »pausieren« - von der komplett Abschaltung ist jedoch keine Rede. Wenn die Konsole ausgeschaltet ist, hört Kinect standardmäßig nur auf den Befehl »Xbox an«. Laut Microsoft lässt sich jedoch auch diese Funktion deaktivieren. Microsoft betont zudem, dass Kinect niemals Gespräche im Raum aufzeichnen oder gar hochladen würde. Einige Anwendungen können aber gezwungenermaßen Kinect erfordern und funktionieren ohne die Kamera nicht oder nur eingeschränkt.
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vom 07.06.2013, 14:08 Uhr
Also ich habe da beim besten Willen noch keine Blockbuster gesehen... gerade erst vor 2-3 Wochen gab es Hitman Absolution in Steam für 5 EUR oder so... wenn das in die Richtung gehen würde, wäre es vertretbar, aber bei den Preisen für Konsolenspiele... geht das mal gar nicht und bei einem geschlossenen System werden die einen Teufel tun, den Gebrauchtspiele-Markt kontrollieren sie dann Dank zertifizierter Gebrauchtspiele-Händler ja auch. Deswegen können die auch ihre Spiele nach 2-3 Jahren für 70 EUR raushauen ohne wirklich Konkurrenz zu haben... :(
Features sind immer toll, wenn ich sie nutzen KANN und nicht MUSS. Hier werden einem viele Dinge aufgezwängt was einfach sau scheiße ist. Das mit dem dauerhaften Offline-Modus ist eben auch nicht mein Problem, dann hätte MS vielleicht ein solideres System wählen sollen, mit dem man nicht jeden Konsumenten zu etwas zwingt.
vom 07.06.2013, 14:07 Uhr
Dann hätten sie eben ein Komplett anderes System nutzen sollen! Niemand kann MS dazu zwingen es so zu machen wie es jetzt ist.
Am lustigsten sind die Comments von Kaz Hirai! LOL
vom 07.06.2013, 13:59 Uhr
Mit dem Unterschied das es auf dem PC doch noch ziemliche Preiskämpfe gibt und man durchaus echt Schnäppchen in Steam macht... mal eben 75% weniger für ein Game... passt... dann kann man auch in den dauerhaften Offline-Modus gehen und und und. Bei einem geschlossenen System wie der X1 oder PS4 sieht das schon ganz anders aus. Die Preise könnten so rein technisch gesehen, ewig auf dem gleichen Level bleiben... absolutes NO GO
vom 07.06.2013, 13:52 Uhr
Da hast du recht! Wollte dich auch gar nicht rausgreifen, sondern hab deinen Post mal einfach als Aufhänger missbraucht! Sorry!
Nur noch kurz:
Es kann aber nicht Sinn der Sache sein, dass ich mir eine Konsole kaufe, um dann - nur "wenn ich mal länger damit nicht spielen kann" - stattdessen zu lesen oder auf ner anderen Konsole zu zocken.
Das wäre so ähnlich, als würde ich mir ein Auto kaufen, dass ich nur fahren kann, wenn ich einmal am Tag beim Händler vorbeifahre, der die nötigen Updates draufmacht, nur um dann das Fahrrad zu nehmen, wenn dieser Händler mal 4 Wochen im Urlaub ist.
Ich bin so dermaßen sauer, dass kann ich mit Worten echt nur schwer zum Ausdruck bringen! Ein solches Geschäftsverhalten DARF MAN NICHT unterstützen. Ich würde mir echt wünschen, dass jeder mündige Zocker die Drecksbox im Regal stehen lässt (alle Minderjährigen sind entschuldigt; bei denen gehen in der Pubertät eh die Hormone durch und die Zockgeilheit überwiegt eh alles ;)).
vom 07.06.2013, 13:51 Uhr
Gut, keine Xbox One für mich, Online Zwang kommt mir nicht in die Tüte. Sollte Sony das ähnlich lösen kaufe ich mir die Wii U. Dann muss ich zwar auf viele Spiele verzichten aber das juckt mich nicht.
Irgendwo ist Schluss.
Was ist denn wenn ich die Konsole in den Urlaub mitnehmen wollte und ich habe dort kein Internet?
vom 07.06.2013, 13:47 Uhr
Sicher ^^. Aber jetzt mal im Ernst, mich würde z.B. ArmA 3, DayZ oder Star Citizen schon sehr interessieren. Wobei ich sowieso vorhatte mir zumindest für diese drei Titel einen neuen Rechner zu holen, sollten sie nicht doch ernstzunehmend für die Konsolen umgesetzt werden :]
vom 07.06.2013, 13:46 Uhr
Also bis auf diesen "Online-Zwang" interessiert mich der Rest eigentlich weniger. Aber aller 24 Stunden Online sein zu müssen, schränkt die Nutzung doch sehr stark ein. Somit stellt sich Microsoft selbst ein Bein, da sicher ein nicht zu vernachlässigender Teil mit den Konsolen nur Offline spielt. Kann man nur hoffen, dass Sony nicht den gleichen Fehler macht. Denn sollte Sony auf einen Online-Zwang verzichten, wäre das der Untergang der Xbox One...
vom 07.06.2013, 13:36 Uhr
Ich hab nicht geschrieben dass das "alles nicht so schlimm" ist, nur dass es mich in der Praxis kaum bis gar nicht betreffen würde.
Und das bleibt auch trotz deiner durchaus berechtigten Einwände so. Wobei zumindest XboxLive meines Wissens nie so lange offline war.
Aber wenn ich mal wirklich länger nicht mit der XboxOne spielen kann (sollte ich sie mir überhaupt kaufen)... meine Fresse, dann mach ich halt was anderes oder schalte eine andere Konsole oder den PC ein. Wenn man z.B. nur Online-Multiplayer spielt dann guckt man bei deinem Szenario auch blöd aus der Wäsche, soll man sich aber deswegen keine entsprechenden Spiele mehr kaufen?
Was die Serverabschaltung betrifft mag das wirklich blöd sein, betrifft uns aber doch schon heute. Die ganzen Zusatzinhalte und Downloadtitel werden wir zumindest auf den Konsolen wohl kaum noch in zwanzig Jahren spielen können, ebenso wenig die Multiplayer-Titel. Natürlich kann ich das alles auf der Festplatte speichern und weiterhin benutzen, früher oder später ist es aber trotzdem weg.
Das mag jetzt mit der neuen Generation zwar durchaus schlimmer werden, aber man wird ja auch nicht gezwungen sie zu kaufen oder nicht die Plattform zu wechseln - vor allem zur WiiU, aber das scheint für viele ja absolut ausgeschlossen zu sein...
PS:
Ich wiederhole nochmal etwas verständlicher: Aktuell habe ich nicht vor mir die XboxOne als Haupt-Plattform zuzulegen, am wahrscheinlichsten sieht es bisher nach einer WiiU und einem neuen PC aus. Ob ich aber auf diverse Exklusivtitel verzichten will, kann ich zur Zeit einfach nicht sagen.
vom 07.06.2013, 13:32 Uhr
Ich bezweifel irgendwie das Sony sich auf der E3 dazu äußern wird.
vom 07.06.2013, 13:27 Uhr
Die Gerbauchtspiel Sperre ist doch nichts neues.Jedenfalls auf dem PC da ist es mit Steam seit Jahren.Wenn Microsoft schlau ist machen sie es wie Steam.Wöchentliche Angebote zu spielen.Z.b Ghost für einen Tag zu 75% günstiger oder sowas ähnliches.Leute Heult nicht rum wegen der Sperre.Ihr müsst das ja auch mal so sehn.Kleine Firmen wie die Lollipop Chainsaw gemacht haben,haben da mehr davon.
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