Switch 2: Eines der besten Features hat Nintendo während der großen Enthüllung vor euch verheimlicht

Die Nintendo Switch 2 erhält mit VRR ein geniales Feature, das viele Spiele flüssiger erscheinen lässt.

Ein Display- und TV-Detail macht die Nintendo Switch 2 noch besser. Ein Display- und TV-Detail macht die Nintendo Switch 2 noch besser.

Der Bildschirm der Nintendo Switch 2 ist zwar kein OLED-Display, dafür kommt er aber mit einer ganzen Wagenladung an technischen Verbesserungen. Die Auflösung steigt von 720p auf 1080p, es wird eine erweiterte Farbdynamik über HDR ausgegeben und es ist sogar Gameplay in 120 fps möglich. Mit einem Sahnehäubchen haben wir aber nicht gerechnet und das hat Nintendo uns auf der Switch 2-Direct einfach mal verschwiegen.

Die Nintendo Switch 2 beherrscht VRR

Auf der Switch 2-Direct hat Nintendo jede Menge technische Details zur kommenden Handheld-Konsole verraten, etliche wurden aber auch über andere Wege gestreut. Darunter ein ziemlich geniales Feature der Nintendo Switch 2: VRR.

Das Kürzel steht für Variable Refresh Rate und bedeutet, dass permanent die Bildfrequenz des Nintendo Switch 2-Bildschirms an die Framerate des jeweiligen Spiels angeglichen wird.

Das hat gleich drei Vorteile:

  • störendes Bildzerreißen wird in Spielen ohne vertikale Synchronisierung vermieden; das ist heutzutage selten der Fall, für eine geringere Latenz machen es einige Spiele aber dennoch

Hier sieht ihr Tearing in Star Wars Jedi: Survivor auf der PS5. Das Bild wird sozusagen zerrissen, da Frames ineinander geschoben werden. Hier sieht ihr "Tearing" in Star Wars Jedi: Survivor auf der PS5. Das Bild wird sozusagen zerrissen, da Frames ineinander geschoben werden.

  • Spiele mit schwankenden Framerates wirken weniger ruckelig, da keine Zwischenbilder mehr eingeschoben werden müssen
  • da schwankende Framerates nicht mehr ruckelig wirken, können die Bildwiederholraten vieler Spiele über 60 fps freigeschaltet werden; die Titel wirken also flüssiger

Ruckler waren auf der ersten Switch in grafisch aufwendigen Spielen wie Bayonetta 3 ein Nervfaktor, mit VRR wird solch ein Framerate-Gestotter jedoch effektiv minimiert. Und das könnte wirklich wichtig werden, denn ein Elden Ring sah beispielsweise nicht gerade flüssig während der Nintendo Switch 2-Direct aus...

Da die Nintendo Switch 2 mit dem verbauten 120 Hertz-Panel auch genug Raum für eine sogenannte Low Framerate Compensation hat, würden sogar Spiele mit niedrigen fps-Zahlen davon profitieren.

Die Technik verdoppelt die dargestellte Framerate gleichmäßig mit Zwischenbildern, sodass VRR wieder aktiv werden kann. Denn zumeist hat VRR ein unteres Limit, in dem es nicht mehr funktioniert, auf der Xbox Series X beispielsweise bei 40 fps in einem 60 Hertz-Signal.

Wenn das Display beliebige Bildfrequenzen darstellen kann, wäre es sogar denkbar, Spiele beispielsweise auf 40 fps zu limitieren und dann flüssig bei 40 Hertz in einem Energiesparmodus abzuspielen, wie es etwa das Steam Deck möglich macht:

Eine geniale Funktion, aber kein Allheilmittel

Die Nintendo Switch 2 ist nicht der einzige Handheld mit VRR-Support, auch das teure ASUS ROG Ally hat solch ein Display. Aus Erfahrung können wir sagen, dass ruckelige Spiele sich deutlich besser anfühlen, vor allem bei weniger als 50 fps oder starken Schwankungen sind die ausbleibenden Frames aber dennoch spürbar.

Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass zu lange Pausen zwischen Frames dennoch vom menschlichen Auge als Ungereimtheiten wahrgenommen werden.

Auch die Docking Station unterstützt VRR

Nicht nur das Display der Switch 2 unterstützt variable Bildfrequenzen, sondern auch das TV-Dock. In 4K – was ja ohnehin ein Novum für Nintendo-Konsolen ist – wird es aber wohl nicht so effektiv sein, denn die Docking Station ist auf eine HDMI-Bandbreite von 32 Gbps limitiert und unterstützt somit kein 4K bei 120 Hertz. Dafür bietet sich aber eine 1440p-Auflösung mit 120 Hertz und VRR an, um ruckelige Framerates zu kontern.

In 4K mit 120 Hertz, HDR und VRR zu zocken, wäre der Idealfall gewesen, aber das bleibt wohl weiterhin ausschließlich PlayStation- und Xbox-Spieler*innen vorenthalten.

Was meint ihr zur Implementierung von VRR? Findet ihr sie auch so clever?

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