Es war mir ein ganz dringendes Bedürfnis, diesen Kommentar zu schreiben. Denn ich möchte diese Zeilen nutzen, um ein nahezu uneingeschränktes Loblied auf die Naturdarstellung in Kingdom Come: Deliverance 2 zu singen.
Denn alter Schwede, ist die gelungen! Teil 1 hatte ja schon angedeutet, dass Entwickler Warhorse es versteht, die Landschaft des früheren Böhmens in bestechende virtuelle Form zu gießen. Der zweite Teil übertrifft diesen Eindruck aber noch einmal um ein Vielfaches.
Das liegt vor allem an der unglaublichen Liebe zum Detail. Die Art und Weise etwa, wie Trampelpfade durch eine Wiese führen. Die Undurchdringlichkeit der Wälder mit erkennbarem Unterholz. Algenschichten auf den Oberflächen kleiner Seen. Oder die seichten Flussläufe, die sich durch die Spielwelt schlängeln.
Ich glaube, ich kann es riechen
All das wirkt kombiniert mit der exzellenten Licht- und Schattendarstellung derart natürlich und organisch gewachsen, dass ich mich fühle, als wäre ich selbst an diesem Ort. Ich habe mich bereits mehrfach dabei ertappt, dass ich einfach nur durch die Welt spaziere, mir Dinge anschaue und dem ebenfalls phänomenalen Klangteppich mit vielfältigen Vogelgezwitscher etc. lausche.
Und so kurios es klingen mag: In diesen Momenten meine ich, diesen eigentlich komplett fiktiven Ort sogar riechen zu können. Das geht übrigens nicht nur mir so. Auch auf Youtube gibt es mittlerweile einige Spaziergangs-Videos, die sehr anschaulich zeigen, was ich meine:
Link zum YouTube-Inhalt
Vor dem Release hatte ich nicht erwartet, dass mich derart vertraute Szenerien so faszinieren könnten. so. Schließlich ist die Welt von Kingdom Come: Deliverance 2 für mich als Mitteleuropäer ja nicht unbedingt besonders exotisch oder ausgefallen.
Ein ähnliches Landschaftsbild bietet sich schließlich auch hierzulande salopp gesprochen nach maximal einer halben Stunde Autofahrt. Es ist vielmehr die extrem überzeugende und sehr realistische Umsetzung, die hier hervorsticht – und mich in KCD2 hat versinken lassen wie in kaum einem anderen Spiel.
Auch Red Dead Redemption 2 hat eine überwältigende Spielwelt
Der letzte Titel, der das in dieser Qualität geschafft hat, war Red Dead Redemption 2, dessen Release schon über sechs Jahre her ist. Auch das Westernepos bot mir eine derart realistisch und lebendig wirkende Welt, die mir vermittelte, dass sie tatsächlich irgendwo organisch entstanden war – und nicht auf Rechnern von Videospielentwicklern.
Red Dead 2 punktet darüber hinaus vor allem mit einer deutlich höheren Anzahl an Biomen und auch einer etwas lebendigeren und vielfältigeren Tierwelt.
Ich will die beiden Spiele aber gar nicht großartig ranken oder vergleichen. Beide bieten eine absolut fantastische Naturdarstellung und zeigen eindrucksvoll, wie überwältigend und vereinnahmend Videospielwelten sein können. Hut ab, Warhorse, ihr habt hier wirklich etwas ganz Besonderes geschaffen!
Geht es euch wie mir? Welche Spielwelt hat euch besonders begeistert?
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