Seite 2: Road Rage im Test - Was für ein Mist(wetter)!

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Wer programmiert sowas?

Die Prügelei ist unfreiwillig komisches Element dieses Meisterwerks der Unterhaltungsverhinderung. Es gibt eine extrem kleine Trefferzone, um den gegnerischen Fahrer von seinem Feuerstuhl zu kicken. Dafür dürfen wir wie ein Pressluft-Tacker mit mehreren Angriffen pro Sekunde zuschlagen. Das sieht aus wie ein Wackeldackel auf Crack und macht auch ungefähr so viel Spaß.

Die Fahrphysik ist ebenfalls ein Weggucker: Wir schweben auf unserem heiligen Bike über den Asphalt, das Motorrad fühlt sich dabei an wie ein Pappaufsteller. Ruckartig zucken wir beim Lenken nach rechts oder links, Kiste und Fahrer bleiben jederzeit stocksteif. Einen Wheelie zu machen ist ja noch ganz gut gelungen, aber warum können wir auf dem Hinterrad die Handbremse ziehen und um die Kurven rutschen?

Wir sind schon längst am Kontrahenten vorbei, da schwingt uns der heftige Luftzug seines Baseballschlägers vom Bike. Wir sind schon längst am Kontrahenten vorbei, da schwingt uns der heftige Luftzug seines Baseballschlägers vom Bike.

Krachen wir in eines der herumfahrenden Autos oder gegen eine Wand, passiert mal gar nichts, mal explodieren wir in einem hässlichen Feuereffekt. Top-Feature: Haben wir beim Crash einen Wheelie gemacht, dann spawnen wir - genau! - wieder mit einem Wheelie!

Anders als in der PC-Version können wir nicht im Millisekunden-Takt den Knüppel schwingen, die Schlaganimation ist auf der Konsole "normal". Allerdings ist die Trefferzone im Vergleich zum PC explodiert und reicht teilweise mehrere Meter weit. Das kann beispielsweise dazu führen, dass wir einen Biker friedlich überholt haben und schon einige Meter weiter sind - und dann plötzlich vom Luftzug des feindlichen Knüppels vom Bock gehoben werden.

Hässlich, dumm und besser stumm

Unglaublich hässliche Autos mit trommelfellerschütternden Motorensounds erscheinen, indem sie auf den Asphalt fallen. Die Passanten sind billige Ragdoll-Puppen, die bei der geringsten Berührung durch unser Motorrad in sich zusammenfallen, als habe man die Luft aus ihnen herausgelassen. Dafür gibt's dann einen Fahndungsstern, der die strunzdoofe Polizei auf dem Plan ruft. Die verhaftet uns nicht etwa, nein, sie "erwischt" uns nur, wenn sie uns totfährt. Allerdings ist es lächerlich einfach, dieser Beleidigung für jede KI zu entkommen: Die Polizeiautos krachen nämlich selbst auf offener Strecke in alles, was nicht bei Drei keine Kollisionsabfrage mehr hat.

Wir könnten noch lange so weitermachen: Wie wir ständig durch alles hindurch glitchen. Wie wir völlig zufällig und oft ohne sichtbaren Grund explodieren. Einmal hielt uns ein Mülleimer gnadenlos an Ort und Stelle fest. Dann wieder schweben führerlose Gegnermotorräder vor uns durch die toten Straßen.

Interessante Art, nach einem Unfall zu spawnen… Interessante Art, nach einem Unfall zu spawnen…

Dass der Sound so ziemlich das Übelste ist, was wir seit langer Zeit in einem Spiel gehört haben, ist dabei so überraschend wie der morgendliche Sonnenaufgang. Dass alle Menüs komplett ohne Geräusche auskommen, führt da schon zu absoluter Dankbarkeit. Sogar das Clubhaus, wo wir neue Bikes und Waffen kaufen können, ist meditativ stumm. Immerhin: Performance-Probleme gab es keine.

Also, reden wir wieder über das Wetter?

Road Rage - Gameplay-Trailer zum Open-World-Motorrad-Spiel Video starten 2:04 Road Rage - Gameplay-Trailer zum Open-World-Motorrad-Spiel

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